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Alexander Skrjabin

Im Vergleich zu seinen berühmten Kollegen ist der russische Komponist Alexander Skrjabin (1871-1915) relativ unbekannt, und das zu Unrecht (1). Dabei gilt er in Kennerkreisen als einer der größten Komponisten für Klaviermusik, deren innovative Klänge und Visionen bahnbrechend für viele musikalische Experimente waren (2). Er war nicht nur Komponist, sondern auch Pianist und Dirigent. Neben Orchesterkompositionen umfasst sein Schaffen rund 80 Klavierwerke.

Skrjabin stammt aus einer adeligen Familie. Sein Vater war Jurist und Diplomat, seine Mutter war als Konzertpianistin tätig. Der kleine Alexander hätte sich aber kaum an sie erinnern können, denn sie war ein Jahr nach seiner Geburt gestorben. Weil sein Vater gleich daraufhin seine diplomatische Ausbildung absolviert hatte und seitdem immer wieder im diplomatischen Dienst im Ausland verpflichtet war, wuchs Skrjabin hauptsächlich bei seiner Tante Ljubow Skrjabina auf. Diese gab ihm auch den ersten Klavierunterricht, denn er war schon als Kleinkind musikalisch begabt. So konnte er im Alter von fünf Jahren nicht nur eine Melodie nachspielen, die er vorher nur einmal gehört hatte, sondern auch beim Nachspielen improvisieren.

Mit 17 Jahren studierte er schon am Moskauer Konservatorium, wo er zuerst zwei Abschlüsse anstrebte (3): einen als Klavierspieler und noch einen als Komponist. Es kam aber während des Kompositionsstudiums zu einem Konflikt zwischen Skrjabin und seinem Lehrer, denn Skrjabin wollte keine Werke komponieren, deren Formsprache ihn nicht interessierte. Deswegen verzichtete er auf den Abschluss als Komponist und beendete 1892 sein Klavierstudium mit der Kleinen Goldmedaille.

1895 ging Skrjabin auf seine ersten Gastspiele ins Ausland, die ihn bald international bekannt machten. 1897 heiratete er die Konzertpianistin Wera Issako-witsch, mit der er vier Kinder hatte und die sich sehr stark für sein Schaffen engagierte (4). Von 1898 bis 1903 war Skrjabin als Klavierprofessor am Moskauer Konservatorium tätig. Weil sein dortiges Gehalt für die Unterhaltung seiner großen Familie nicht ausreichte, arbeitete er nebenberuflich als Inspektor für Musik am St.-Katharina-Institut in Moskau.

Im November 1902 lernte Skrjabin Tatjana de Schloezer kennen, die Schwester des Musikwissenschaftlers und Skrjabin-Forschers Boris de Schloezer. Dieses Treffen führte auch später zu einer Wende in seinem Schicksal. Im Jahre 1903 begab sich Skrjabin erneut auf Konzerttourneen durch Europa und die USA, ließ sich dann in Paris nieder (5), und spielte einige Konzerte, die der Impressario Sergei Djagilew veranstaltete. 1905 trennte er sich von seiner Frau Wera, die ihm aber die Scheidung verweigerte, um Tatjana de Schloezer zu heiraten.

Skrjabins Bekanntheit im Ausland und Russland begann sich besonders nach der Uraufführung der 3. Sinfonie am 29. Mai 1905 in Paris zu breiten (6). Die Erstaufführungen der 5. Klaviersonate in Moskau sowie des Poème de l'extase in New

York 1906 waren der Beginn seines „Triumphzuges". Nach erfolgreichen Konzerten, bei denen er auch eigene Werke spielte, unterschrieb er einen Vertrag bei einem Musikverleger und brachte eine Anzahl an eigenen Werken heraus, vornehmlich Präludien, Etüden und Mazurken. Nun begann der Abschnitt seines Schaffens, in dem er seine eigene Klangwelt entwickelte (7).

In diese Zeit gehören auch seine ersten Kontakte zu theoso-phischen Kreisen, die nicht nur sein Interesse an philosophischen Werken und griechischen Mythen erweckten, sondern auch seine Weltansichten bestimmten. Er nahm sein Schaffen ebenfalls als Prophezeiung eines drohenden Weltkataklysmus wahr. Sein geplantes letztes und in jedem Sinne ultimatives Werk, das „Mysterium", war die Begleitmusik zu jener apokalyptischen Feier. Diese sollte eine Woche dauern (wie die Erschaffung der Welt) und am Fuße des Himalaya (dem nächsten Punkt zum Himmel) stattfinden.

Als dann der erste Weltkrieg ausbrach, sah Skrjabin darin einen Vorboten jener großen Ereignisse. Er arbeitete fieberhaft an der „Vorbereitenden Handlung", die sein „Mysterium" einleiten sollte, durfte sie jedoch nicht mehr vollenden. Völlig überraschend starb er vor hundert Jahren an einer Blutvergiftung in Folge eines Lippen-Abszess.

Skrjabins Schaffen hat in erster Linie seine intensive Beziehung zu Chopin und teilweise zu Liszt geprägt. Das klingt paradox, besonders weil Europa zu seiner Zeit vollkommen von Wagnerismus ergriffen war (8). Man muss aber zugeben, dass Chopin für Skrjabin eine hervorragende Schule war.

Mit Wagners Werk kam Skjabin erst um Jahrhundertwende enger in Berührung, was ihn zwar beeinflusst hat und für eine Zeit in ihm fast dieselbe Leidenschaft wie zu Chopin entstehen ließ, doch Wagners Einfluss sticht in seinen Werken nicht so stark, wie der von Chopin hervor.

Das Besondere an seinen Werken lässt sich dadurch erklären, dass Skrjabin wie Mussorgski, Chopin oder Strawinsky ein Klavierkomponist war, also zu jenen Komponisten gehört, die vom Klavier aus denken. Im Gegensatz zu Wagner, der eher die Komponisten vertritt, die ganz im Gegenteil vom Orchester oder einem

Melodieinstrument, meistens der Geige ausgehen. Dabei gilt Skrjabin als absoluter Exzentriker in der Welt der Klaviermusik. Seine Werke zählen nicht nur zu den pianistisch anspruchsvollen, sie begeistern auch heute noch durch ihre Emotionalität und ihre Radikalität. Skrjabin bleibt einer der wichtigsten Neuerer der Musik, die Anfang des 20. Jahrhunderts lebten und schufen.

Außerdem war Skrjabin ein Synästhetiker, da er Musik nicht nur akustisch verwirklichen, sondern ein Kunstwerk auf allen Sinnesebenen schaffen wollte. Mit seiner Erfindung des Farbenklaviers, dem er in seinem Orchesterwerk „Prometheus" einen eigenen Part mit dem Namen „Licht" widmete, schuf er eine neue Dimension des klassischen Konzerts: Mit einer Extratastatur sollte zeitgleich zur gespielten Musik farbiges Licht auf eine Leinwand projiziert werden.

Seine Visionen zum Zusammenspiel von Klang und Licht fanden allerdings erst nach seinem überraschend frühen Tod mit der Uraufführung des „Prometheus" 1916 in New York statt. Aber auch damals blieben die vorgesehenen Farbeffekte nur unvollkommen realisierbar. Erst die moderne Lichttechnik der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erlaubte in einzelnen Aufführungen deren adäquate Umsetzung. Slrjabin legte aber mit der Konzeption des Farbenklaviers den Grundstein (9) für eine ganze Reihe von Licht-Klang-Instrumenten und bereitete so die späten Entwicklungen hin zur elektronischen Musik vor.

Skrjabin war seiner Zeit meist voraus. Für das Stück „4'33" von John Cage aus dem Jahr 1952 - ein Pianist setzt sich ans Klavier, öffnet den Deckel und macht 4 Minuten und 33 Sekunden lang nichts - schien Skrjabin bereits den Entwurf geliefert zu haben, als er schrieb: „Schweigen ist auch Klang. Ich denke, es sind sogar musikalische Werke möglich, die aus Schweigen bestehen."

Quellen:

• http://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Nikolajewitsch_Skrjabin

• http://www.3sat.de/page/?source=/kulturzeit/themen/181604/index.html

• http://www.berliner-klavierfestival.de/2015/DE/skrjabin.html

• https://www.freitag.de/autoren/thomas-w70/prophet-der-apokalypse

• http://www.deutschlandradiokultur.de/der-komponist-alexander-skrjabin-re-volutionaer-einer-neuen.932.de.html?dram:article id=318220

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Aufgaben

1. Waspasst zusammen? Ordnen Sie zu.

A.1871 1. unterrichtet er am Moskauer Konservatorium Klavier.

B.1888 2. wird eine seiner Symphonien in der Hauptstadt Frankreichs breitem Publikum vorgestellt.

C.1892 3. geht er auf seine zweiten Gastspiele nach Europa und Amerika.

D.1895 4. bekommt das Publikum in New York sein Poème de l'extase zu hören.

E.1897 5. wird er an dem Moskauer Konservatorium immatrikuliert.

F.1900 6. wird seine Idee von einem Farbenklavier teilweise umgesetzt.

G.1903 7. kommt einer der exzentrischen Komponisten in einer Diplomatenfamilie zur Welt.

H.1905 8. geht er die Ehe mit W. Issakowitsch ein.

I.1906 9. wird er mit der Kleinen Goldmedaille ausgezeichnet.

J.1916 10. macht er europäische Musikfreunde zum ersten Mal auf sich aufmerksam.

2. Erklären Sie kurz, was folgende Personen mit Skrjabin verbindet und welche Rolle sie in seinem Leben gespielt haben.

• Boris de Schloezer

• Franz Liszt

• Frédéric Chopin

• John Cage

• Ljubow Skrjabina

• Modest Mussorgski

• Richard Wagner

• Sergei Djagilew

• Tatjana de Schloezer

• Wera Issakowitsch

3. Schreiben Sie alle Wörter aus dem Text heraus, die zum Wortfeld „Musik"gehören. Übersetzen Sie sie anschließend ins Russische.

4. Welches Substantiv fehlt? Konflikt, Leidenschaft, Prophezeiung, Schaffen, Vision, Vorbote oder Wende? Passen Sie auf: Sie sollen die Substantive in richtiger Form einsetzen.

• Er ist der erste Autor, der sich mit seinem_detailliert auseinandersetzt.

• Es war eines seiner wichtigsten Ziele, seine_vom vereinigten

Europa zu verwirklichen.

• Glücklicherweise haben sich ihre_nicht erfüllt. Sie ist schon 50

und kerngesund.

• Ihre Ideen brachten eine_in die Energiepolitik des Landes.

• Keiner konnte vorhersagen, ob ihr_eskalieren oder beigelegt

werden wird.

• Pferde sind seine_: Wenn er am Wochenende Zeit hat, dann

fährt er aufs Land, wo der Reitklub liegt, in dem er Mitglied ist.

• Viele nahmen den Ersten Weltkrieg als einen_des Weltuntergangs wahr.

5. Welches Verb fehlt? Sich begeben, sich breiten, sich engagieren, sich niederlassen, sich orientieren, sich trennen oder sich verpflichten? Passen Sie auf: Sie sollen die Verben in richtiger Form einsetzen.

• 1951 beschloss er auf einer Reise durch die Schweiz, sich dort_.

• Als er mich sah,_sich ein Lächeln über sein Gesicht.

• Er hatte all diese Streite mit ihr schon satt. Deswegen haben sie sich

• Es ist schade, dass nur 5% der Einwohner unserer Stadt bereit sind, sich für Kinder aus einkommensschwachen Familien_.

• Ich hoffe, ich habe alles richtig gemacht. Ich habe mich nämlich beim Schreiben an beiden Musterbriefen_.

• Nac

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