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Das Große Theater

Das Staatliche akademische Große Theater (Bolschoi-Theater) ist das Zentrum der Musik- und Theaterkultur nicht nur in Moskau, sondern in ganz Russland. Das Bolschoi-Theater in Moskau ist das bekannteste und wichtigste Schauspielhaus für Oper und Ballett in Russland. Es bildet ein Paar mit dem in unmittelbarer Nachbarschaft liegenden Maly-Theater (Kleines Theater). Das Große Theater befindet sich am Theaterplatz. Theaterplatz ist einer der prächtigsten Plätze in Moskau. Die Entstehung des Theaterplatzes ist direkt mit der Gründung der ersten Theater in Moskau verbunden. Die Geschichte des Bolschoi-Theaters oder, wie es früher hieß, Pet-rowski-Theaters, hatte ihre Anfänge in der Tätigkeit des Gouvernementsanwalts, Fürst Pjotr Wassiljewitsch Urussow, dem Kaiserin Katharina II. das Vorrecht zur Inszenierung von Theateraufführungen in Moskau einräumte. Der Fürst ging jedoch bald Pleite und trat sein Vorrecht an seinen Geschäftspartner Michail Medox ab. Medox kaufte am Anfang der Petrowka-Straße ein Grundstück. Der dreigeschossige Steinbau wurde von dem Architekten Christian Rosberg innerhalb von fünf Monaten errichtet. Das neue Theater wurde am 30. Dezember 1780 eröffnet.

Noch dazu ist es eine architektonische Perle der Stadt und eines der markantesten Symbole des Landes. Die Existenz des Bolschoi ist jedem Besucher bekannt. Nicht jeder weiß aber, wem wir die Gründung des Theaters verdanken und wie viel jenes durchlebt hat, um bis in unsere Zeit in seinem Glanz zu bestehen.

Es war im 18. Jahrhundert. Fürst Pjotr Wasiljewitsch Urusow galt als großer Theaterliebhaber und unterhielt ein kleines Theater an der Snamenka. An ihm diente der Engländer Michail Medox als Teilhaber, ein Theaterunternehmer, Ingenieur, Uhrmacher, Mathematiker, Zauberer und in jeder Hinsicht ein wertvoller Mensch.

1780 brannte das hölzerne Snamenskij Theater durch Unvorsichtigkeit der Bediensteten plötzlich ab. Der Fürst war über das Geschehene so betrübt, dass er aus dem Geschäft ausstieg, indem er die Vollmachten Medox übertrug. Der En-

gländer erbaute auf dem rechten Ufer der Neglinka das steinerne Gebäude des neuen Theaters, das das Große Petrowskij-Theater genannt wurde, da es an der Straße Petrowka lag. Das Theater wurde in der Rekordzeit von fünf Monaten erbaut und die erste Vorstellung - der Prolog der „Wan-dersleute" von A. O. Ablesimow zur Musik des russischen Komponisten E. Fomin - wurde am 30. Dezember 1780 gegeben. Der Zuschauersaal konnte etwa ein Tausend Personen fassen und war zu jener Zeit eine der größten der Welt. Die Truppe selbst war zu Anfang nicht groß, wuchs aber ständig und wurde durch freie, wie durch leibeigene Schauspieler aufgestockt.

Dies war ein öffentliches Theater, offen für alle, wo Opern, Ballette und Dramen gespielt wurden. Der Ruhm von Medox war unglaublich groß, die städtischen Behörden waren ihm wohlgesonnen, das Theater entwickelte sich. Der Engländer schuf erstmals einen künstlerischen Beirat für die Entscheidung künstlerischer Fragen, auf seine Initiative wurde eine Ballettschule eröffnet und das Repertoire des Theaters war sehr reichhaltig und interessant. Wie bei allen erfolgreichen Menschen, erschienen bei Medox bald Neider und Verleumder. Es begannen gerichtliche Auseinandersetzungen und finanzielle Schwierigkeiten, im Ergebnis derer er gezwungen war, das Theater mit dem gesamten Hab und Gut dem Moskauer Waisenhaus und der kaiserlichen Staatskasse zu übergeben. Und im Jahr 1805 ereilte ein großes Unglück das Theater, ein Brand, der durch Schuld des Garderobenmeisters ausgebrochen war, der brennende Kerzen ohne Aufsicht zurückgelassen hatte. Das Gebäude fing direkt vor der Vorstellung Feuer, es war nicht zu retten. Als Ersatz wurde ein hölzernes Theater am Gogol-Boulevard errichtet, aber es stand nur bis zum Brand von 1812.

Bereits 1821 beginnt am alten Ort nach einem Entwurf von Joseph Bove (Osip Bowe) der Bau des feierlichen Empire-Gebäudes, das dem Sieg der Russen im Vaterländischen Krieg von 1812 gewidmet ist. Das Gebäude des neuen Theaters, das seine Pforten im Januar 1825 öffnete, wurde von einer Statue des Apollo auf dem Wagen mit drei Rossen und einem mächtigen Portikus mit acht Säulen

geschmückt. Dieses Gebäude war wesentlich geräumiger, mächtiger und bequemer, als das frühere Petrowskij-Theater. Der Zuschauersaal konnte mehr als zwei Tausend Personen aufnehmen; hinzu kamen Räume für die Garderobe und für die Erholung der Zuschauer. Auf der Bühne des Großen Petrowskij-Theaters begann man neben Dramen, viele Opern und Ballette von Donizetti, Rossini, Meyerbeer, Verdi und Glinka aufzuführen.

Leider verschonte 30 Jahre später, im Jahr 1853, der nächste Brand auch dieses Gebäude nicht. Das Feuer loderte drei Tage und vernichtete alles, was es konnte. Mit dem Wiederaufbau des Theaters befasste sich der Architekt Albert Cavos, der sich auf Theatergebäude spezialisierte. Zur Krönung Kaiser Alexanders II. im Jahr 1856 wurde das Bolschoi-Theater mit der Oper „Die Puritaner" von Bellini feierlich eröffnet. Der äußere Anblick des Gebäudes hatte sich etwas verändert: es entstand ein zweiter Giebel mit Basrelief, die Troika des Apollo verwandelte sich in eine bronzene Quadriga, die Kapitäle der Säulen hatten sich verändert. Der Innenausstattung wurde besondere Aufmerksamkeit zu teil. Nicht umsonst galt das Bolschoi-Theater in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach der Akustik als eines der besten in der Welt. Ebenso entstanden Proszeniumslogen und eine etwas vorgezogene üppige Zarenloge mit Stützen in Form von gebeugten Atlanten. Die Vergoldung und die himbeerfarbene Drapierung der Logen, der Stuck, der ausladende Kristallleuchter, der nach speziellen Skizzen angefertigte italienische Vorhang, all das überstieg die Vorstellungskraft der Zeitgenossen.

Die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts ist für das Theater auch dadurch bemerkenswert, dass darin der herausragende Ballettmeister M. Petipa wirkte, der insbesondere die Aufführung „Don Quichotte von La Mancha" inszenierte. Ab 1899 sang auf der Bühne des Bolschoi der große Schaljapin.

1917 wurde aus dem Kaiserlichen Bolschoi-Theater das Staatliche Bolschoi-Theater. Die Staatsgewalt „adaptierte" das Theatergebäude für eigene Bedürfnisse, und danach begann man überhaupt die Schließung des Theaters zu erörtern. Die Debatten wurden dadurch angeheizt, dass Gebäude und Fundament stark baufällig geworden waren undeiner dringenden teuren Reparatur verlangten.

1921 stellte eine Spezialkommission den katastrophalen Zustand des Gebäudesfest. Es begannen Reparaturarbeiten, ein Teil der Räumlichkeiten wurde einem Umbau unterzogen, 1938 wurde die Bühne grundinstandgesetzt.

Danach begann der Zweite Weltkrieg. Das Theater stand zur Hälfte leer, obwohl ein Teil der Schauspieler nicht evakuiert wurde und weiterhin auf der Bühne spielte. Während eines Luftangriffs in 1941 wurde das Gebäude des Bolschoi von einer Bombe getroffen, die die Fassade durchschlug und die Eingangshalle zerstörte. Ungeachtet des Krieges, wurde die Reparatur im Theater nicht eingestellt, und 1943 eröffnete die Oper „Ein Leben für den Zaren" von M. Glinka, umbenannt in „Iwan Sussanin" die Saison. Das Repertoire wurde während der sowjetischen Zeit überarbeitet. So forderte Stalin in den 30er Jahren, eine „sowjetische Opernklassik" zu schaffen, Inszenierungen ausländischer Autoren wurden verboten. Viele alte Vorstellungen wurden redigiert.

Die letzte große Renovierung wurde im Bolschoi erst vor Kurzem durchgeführt: von 2005 bis 2011. Damit waren zahlreiche Reibereien verbunden. Heftige Reaktionen der Öffentlichkeit rief der Entwurf der Renovierung selbst hervor, der vorsah, vom historischen Theater nur die tragenden Wände übrigzulassen, und unter ihm einen großen unterirdischen Raum auszuhöhlen. Am Ende wurden für die Renovierung 35,4 Milliarden Rubel ausgegeben. Mit verdoppelter Fläche, Untergeschossen, einem komplizierten System von Übergängen und Galerien, Fahrstühlen und neuer wandelbarer Bühne wurde das Bolschoi am 28. Oktober 2011 feierlich eröffnet. Die Eröffnungszeremonie und das Galakonzert wurden auf riesigen Monitoren am Theater sowie in 60 Länder der Erde übertragen. Zur Eröffnung wurde ein neues Logo des Bolschoi-Theaters entworfen.

Jetzt gibt es im Repertoire des Bolschoi-Theaters sowohl russische, als auch ausländische Klassik, wie auch moderne Stücke, z. B.Opern des jungen, aber bereits berühmten Wladimir Tschernjakow. In der ganzen Zeit des Bestehens des Theaters wurden ca. 800 Werke inszeniert, darunter die legendären Opern „Ein Leben für den Zaren" und „Ruslan und Ludmila" von M. Glinka, das Ballett „Gi-selle" von A. Adam, „Schwanensee" und „Der Nussknacker" von P. Tschaikowski, „Eugen Onegin", „Boris Godunow".

Eintrittskarten, insbesondere zu Premieren- oder populären Vorstellungen, müssen im Voraus gekauft werden. Seit 2011 werden Karten bei Vorlage des Passes verkauft. Die Kassen befinden sich in den Gebäuden der Neuen Bühne, der Direktion und der Hauptbühne.

Quellen:

http://moscow.ru/de/guide/entertainment/attractions/square/index. php?id4=65

http://de.wikipedia.org/wiki/Bolschoi-Theater

http://de.travel2moscow.com/was/articles_about_Moscow/Attractions/ text5637.html

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-81136877.html

О.Н. Крючкова, Н.В. Никитин

Сведения об авторах: Крючкова Ольга Николаевна, магистрант I курса Московского городского педагогического университета, Москва.

E-mail: olja-kr4@mail.ru

Никитин Никита Вячеславович, магистрант I курса Московского городского педагогического университета, учитель английского и немецкого языков, ГБОУ гимназия №1636 «НИКА», Москва.

E-mail: nikitaenglish@mail.ru

Ключевые слова: die Geschichte des Bolschoi-Theaters, die letzte große Renovierung, Repertoire des Bolschoi-Theaters.

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